Direkt zu den Inhalten springen

Häufig gestellte Fragen

Auf dieser Seite haben wir die häufigsten Fragen rund um die Themen Stipendien und Bewerbungsverfahren zusammengestellt.

Für die meisten Stipendien gibt es zwei Hauptauswahlkriterien: Gute Leistungen in Schule und Studium und gesellschaftliches Engagement!

Ehrenamtliches oder gesellschaftliches Engagement beschreibt die Übernahme von Aufgaben und Ämtern in der Freizeit, ohne dafür eine nennenswerte finanzielle Entschädigung zu erhalten. Ehrenamtliches Engagement kann ganz unterschiedlich aussehen, wie zum Beispiel die Mitarbeit in sozialen und politischen Organisationen, das Engagement in kirchlich-religiösen Einrichtungen oder auch im Sportverein. 

Nein! Um Chancen auf ein Stipendium zu haben, benötigt man keinen Notenschnitt von 1,0. Stiftungen wählen ihre Stipendiatinnen und Stipendiaten oftmals aus dem oberen Leistungsdrittel oder -viertel eines Jahrgangs aus. Mit aussagekräftigem Engagement und Persönlichkeit kann man je nach Stiftung ggf. auch einen eher durchschnittlichen Notenschnitt aufwerten.

Für Stipendien gibt es feste Bewerbungsfristen. Von daher sollte ausreichend Zeit für das Recherchieren von Stipendienmöglichkeiten und das Anfertigen der Bewerbungsunterlagen eingeplant werden. Es wird empfohlen, spätestens ein halbes, besser noch ein ganzes Jahr vor Studienstart mit der Suche nach einem passenden Stipendium zu beginnen. Für viele Stipendien kann man sich bereits während der letzten beiden Schuljahre, also noch vor Studienstart, bewerben. Man sollte sich allerdings nur für Stipendien bewerben, die zu einem passen, d. h. nur bei Stiftungen, mit denen man sich identifizieren kann und die mit den eigenen Interessen übereinstimmen. Für viele Stipendien muss man sogenannte mehrstufige Bewerbungsverfahren durchlaufen. Das bedeutet, dass nach der Sichtung der Bewerbungsunterlagen ein persönliches Auswahlgespräch stattfindet, auf das ggf. noch ein weiteres Auswahlverfahren folgt.

Stipendien bieten mehr als finanzielle Leistungen. Mit einem Stipendium werden Stipendiatinnen und Stipendiaten nicht nur finanziell gefördert, sondern erhalten auch eine sogenannte ideelle, immaterielle Förderung. Das ideelle Förderprogramm bietet den Stipendiatinnen und Stipendiaten die Möglichkeit, sich durch Seminare zu verschiedenen gesellschaftspolitischen Fragestellungen weiterzubilden und wichtige Kompetenzen und Schlüsselqualifikationen, wie etwa kommunikative Fähigkeiten oder Führungskompetenzen, auf Workshops zu erwerben. Im Rahmen der ideellen Förderung sind die Stipendiatinnen und Stipendiaten ebenfalls angehalten, ihre eigenen Interessen einzubringen und sich mit den anderen Stipendiatinnen und Stipendiaten aktiv auszutauschen.

Neben guten Noten und Engagement können bei der Stipendienvergabe weitere Faktoren eine Rolle spielen. Manche Stiftungen möchten zum Beispiel sogenannte Erst-Akademiker fördern, das sind Schülerinnen und Schüler, die als erste in ihrer Familie ein Studium aufnehmen, oder aber gezielt Studierende mit Migrationshintergrund unterstützen. Oftmals ist bei der Stipendienvergabe auch der finanzielle oder soziale, familiäre Hintergrund der Studierenden von Bedeutung.

In den meisten Fällen suchen Stipendiengeber nach engagierten Persönlichkeiten, die über das eigene Studienfach hinaus interessiert sind und gesellschaftliche Verantwortung übernehmen. Sich also beruflich oder privat verantwortungsvolle Positionen suchen, in denen sie andere Menschen unterstützen oder aber an der Lösung von gesellschaftlichen Herausforderungen und Fragestellungen arbeiten. Bei der Stipendienvergabe wird ebenfalls darauf geachtet, ob Bewerberinnen und Bewerber ihre Studienwahl nachvollziehbar begründen können und eine Vorstellung davon haben, wohin sie das Studium beruflich später einmal führen soll.

Kernstück einer Stipendienbewerbung ist die Motivation des Bewerbers/ der Bewerberin. Man sollte nachvollziehbar darstellen können, warum man sich gerade bei dieser Stiftung bewirbt und einen willkürlichen Eindruck unbedingt vermeiden. So ein Eindruck könnte durch eine Mehrfachbewerbung entstehen. Von daher raten wir generell davon ab. Wer sich unbedingt bei zwei Stiftungen bewerben möchte, sollte den Grund dafür transparent in der Bewerbung kommunizieren. Darüber hinaus ist eine parallele Doppelfinanzierung über zwei Begabtenförderungswerke nicht möglich, da diese Förderwerke alle vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, also durch dieselben staatlichen Mittel, finanziert werden und bereits als Vollstipendien vergeben werden.

Dieses Kriterium gilt, wenn man sich als internationaler Studierender für ein Vollstudium oder ein Duales Studium in Deutschland bewerben will. Personen ohne deutsche Staatsangehörigkeit müssen zu dem Personenkreis zählen, der in §8 des BAföG (Bundesausbildungsförderungsgesetz) beschriebenen ist. Diese Grundsätze treffen allerdings nicht für Geflüchtete zu. Auch Studierende, die nur für ein Auslandssemester nach Deutschland kommen sind davon ausgenommen.

Bei spezifischen Fragen zum §8 des BAföG, wenden Sie sich bitte an Ihr örtliches BAföG-Amt, das für gewöhnlich an das Studierendenwerk der jeweiligen Hochschulstandorte angebunden ist.

Link: www.studentenwerke.de